Der Moment, den jeder Trader kennt
Sie starren auf Ihren Bildschirm. Der Trade, den Sie vor einer Stunde eingegeben haben, bewegt sich endlich. Grüne Zahlen. Der P&L steigt. $50... $80... $120... Und dann passiert es. Diese vertraute Stimme in Ihrem Kopf: "Nehmen Sie es. Sichern Sie es. Lassen Sie es nicht entgleiten." Also schließen Sie den Trade. Sie fühlen sich klug. Diszipliniert, sogar. Aber hier ist die Sache: Diese Stimme ist keine Weisheit. Diese Stimme ist dieselbe psychologische Falle, die Trader seit Beginn der Märkte sabotiert.
Die Wissenschaft des Geldverlusts
Im Jahr 1979 veröffentlichten die Psychologen Daniel Kahneman und Amos Tversky ein Papier, das schließlich einen Nobelpreis gewinnen würde. Sie nannten esProspect Theory, und es erklärt genau, warum diese Stimme in Ihrem Kopf falsch ist. Ihre Forschung zeigte etwas Gegenintuitives: Menschen empfinden den Schmerz von Verlusten etwa doppelt so intensiv wie das Vergnügen von entsprechenden Gewinnen. Ein Verlust von $100 tut ungefähr doppelt so weh, wie sich ein Gewinn von $100 gut anfühlt.
Diese Asymmetrie schafft zwei verheerende Verhaltensweisen:
- Wenn wir gewinnen, werden wir risikoscheu. Wir beeilen uns, Gewinne zu sichern, weil wir fürchten, sie zurückzugeben.
- Wenn wir verlieren, werden wir risikofreudig. Wir halten an Verlierern fest, in der Hoffnung, dass sie sich erholen, weil die Realisierung des Verlusts zu schmerzhaft ist.
Forscher nennen dies den "Dispositionseffekt", unsere Tendenz, Gewinner zu schnell zu verkaufen und Verlierer zu lange zu halten. Es wurde bei Aktienhändlern, Forex-Händlern, Optionshändlern und Krypto-Händlern beobachtet. Kein Markt ist immun.
Aber hier ist, was wir wissen wollten: Spielt das tatsächlich eine Rolle fürProp Trading? Trennt diese psychologische Falle wirklich finanzierte Trader von gebrochenen? Also haben wir getan, was jedes datenbesessene Team tun würde, wir haben die Zahlen analysiert.
Was 2.000.000+ Trades offenbarten
Wir haben Hunderttausende von Trades vonProp-Firma-Händler, sowohl diejenigen, die erfolgreich Auszahlungen erhalten haben, als auch diejenigen, die ihre Konten verletzt haben. Wir haben eine einfache Sache gemessen: Wie lange hielten sie ihre Gewinner-Trades im Vergleich zu ihren Verlierer-Trades? Die Ergebnisse waren auffällig.
Was ist das Geduld-Verhältnis?
Das Geduld-Verhältnis wird berechnet als:
Durchschnittliche Gewinner-Dauer ÷ Durchschnittliche Verlierer-Dauer
Ein Verhältnis über 1,0 bedeutet, dass Händler Gewinner länger halten als Verlierer, sie üben Geduld, wenn die Trades in ihre Richtung gehen, handeln aber entschlossen, wenn sich die Trades gegen sie bewegen. Ein Verhältnis unter 1,0 zeigt das Gegenteil an: Händler verlassen Gewinner zu schnell in Panik, während sie an Verlierern festhalten, in der Hoffnung, dass sie sich erholen.
Siehe auch:Wie man Emotionen beim Trading kontrolliert & beim Trading gewinnt
Die Psychologie dahinter
Dieses Muster spiegelt zwei gut dokumentierte psychologische Verzerrungen wider:
- Verlustaversion: Verlieren fühlt sich doppelt so schmerzhaft an, wie Gewinnen sich gut anfühlt. Verletzte Händler halten Verlustpositionen in der Hoffnung auf Erholung, weil das Schließen mit Verlust emotional schwierig ist. Sie senken den Durchschnitt, bewegen Stop-Loss-Orders oder hoffen einfach.
- Angst, Gewinne zurückzugeben: Wenn ein Trade in den Gewinn geht, setzt die Angst ein. 'Was, wenn es sich umkehrt?' Verletzte Händler sichern sich kleine Gewinne vorzeitig, aus Angst, die Gewinne laufen zu lassen.
Erfolgreiche Händlerhaben sich darauf trainiert, das psychologisch schwierige zu tun: kleine Verluste schnell zu akzeptieren und Gewinner sich entwickeln zu lassen. Es ist unangenehm, aber es ist profitabel.
Praktische Erkenntnisse
➤ Überprüfen Sie Ihre Handelsdauern
Ziehen Sie Ihre letzten 50 Trades heran. Berechnen Sie Ihr eigenes Geduldverhältnis. Wenn es unter 1,0 liegt, haben Sie Arbeit vor sich.
➤ Verwenden Sie zeitbasierte Ausstiege
Wenn ein Trade nach einer bestimmten Zeitspanne im Gewinn ist, lassen Sie ihm Zeit. Vermeiden Sie den Drang, vorzeitig zu schließen. Ziehen Sie in Betracht, Teilgewinne zu realisieren, anstatt vollständig auszusteigen.
➤ Definieren Sie Ihre Verlusttoleranz im Voraus
Bevor Sie einen Trade eingehen, wissen Sie genau, wo Sie aussteigen, wenn es nicht klappt. Wenn das Niveau erreicht wird, führen Sie den Ausstieg aus. Keine Verhandlungen mit sich selbst.
➤ Verfolgen Sie Ihren emotionalen Zustand
Achten Sie darauf, wenn Sie den Drang verspüren, einen Gewinner vorzeitig zu schließen oder einen Verlierer länger zu halten. Dieses Gefühl ist das Verhalten, das Bezahler von Brechern trennt.
Die Quintessenz
Handelserfolg hängt nicht nur davon ab, die richtigen Einstiege zu finden. Es geht darum, den psychologischen Kampf zu bewältigen, der nach dem Einstieg in einen Trade stattfindet. Die Daten sind eindeutig: Trader, die ausgezahlt werden, halten ihre Gewinner 2,8-mal länger als ihre Verlierer. Trader, die ihre Konten brechen, halten Gewinner nur 0,5-mal länger.
Dieser Unterschied, das Geduldsprämie, könnte das sein, was Ihre nächste Auszahlung von Ihrem nächsten Bruch trennt.
„Schneiden Sie Ihre Verluste kurz, lassen Sie Ihre Gewinne laufen.“ – Die älteste Handelsregel, unterstützt durch Daten
